
Lochwettspiel stellt die übliche Rangordnung im Golf auf den Kopf, und genau dort liegt der Reiz. Foursomes und Four Ball leben von der Harmonie der Paarungen, von der Reihenfolge und davon, wen die Kapitäne schonen, weshalb Aufstellungen oft schwerer wiegen als die aktuelle Form. Das internationale Team rekrutiert sich aus Spielern außerhalb Europas, die auf mehreren Touren verteilt sind und seltener gemeinsam antreten. Einzelne Sessions, einzelne Duelle und Vorsprünge bleiben spannender als die Frage nach dem Gesamtsieger, denn eine klare Session kann früh entscheiden.
Der Presidents Cup ist ein Mannschaftswettbewerb im Lochwettspiel zwischen den USA und einer internationalen Auswahl von Spielern außerhalb Europas. Gespielt wird über mehrere Tage, zuerst in Teamformaten, zum Abschluss in Einzeln, und die Gastgeberrolle wechselt zwischen beiden Seiten.
Gezählt werden Punkte, nicht Schläge. Jede Partie bringt einen Punkt, ein Unentschieden teilt ihn, und ein Match endet, sobald der Vorsprung größer ist als die Zahl der verbleibenden Löcher. Eine Session kann also lange vor dem Schlussloch abgeschlossen sein. Die Tafel zeigt Löcher Vorsprung statt Gesamtscores, was für Zuschauer aus dem Zählspiel Umgewöhnung bedeutet. In den Teamsessions ist nur ein Teil der Spieler im Einsatz, in den abschließenden Einzeln dagegen alle gleichzeitig, weshalb sich der Gesamtstand dort innerhalb weniger Minuten verschieben kann.
