
Ein Stadtrennen bei Nacht mit wenig Grip, und die Temperatur bestimmt alles. Kalter Asphalt bringt die Reifen nur langsam ins Arbeitsfenster, deshalb passieren die meisten Fehler des Wochenendes in Einführungsrunden, bei Starts und in den ersten Kurven. Lange Geraden und harte Bremszonen machen echtes Überholen möglich, die Startposition wiegt also weniger schwer als auf anderen Stadtkursen. Mauern und Trümmerteile halten die Wahrscheinlichkeit von Safety-Car-Phasen dauerhaft hoch.
Das Rennen zählt zur Formel-1-Weltmeisterschaft und folgt dem üblichen Wochenendablauf aus Training, Qualifying und Grand Prix, mit Punkten für Fahrer und Konstrukteure. Es gehört zu den letzten Läufen des Jahres, wenn Titelrechnungen und die Verteilung der Konstrukteursgelder oft noch offen sind.
Gefahren wird nach Ortszeit sehr spät, und die Luft kühlt während jeder Session weiter ab, sodass früh am Abend gesammelte Daten zum Rennstart bereits veraltet sind. Die Strecke ist außerhalb der Veranstaltung gewöhnliche öffentliche Straße, sie verbessert sich also schnell, sobald Gummi liegt, und die besten Zeiten fallen meist am Ende einer Session. Zudem nehmen die Teams für die Geraden Abtrieb heraus und zahlen dafür in den langsamen Kurven, wo Bremsen und Reifen auf dem Weg dorthin auskühlen.
